Andalusien – im Süden von Spanien
15.04. – 23.04.2017

Kurzfristig entschließen meine Freundin Christiane und ich, dass wir heuer das erste Mal, gemeinsam einen Urlaubstrip machen wollen, der Termin und das Ziel Andalusien wird festgelegt und Christiane erledigt die Vorarbeit. Ich habe  ja noch die Wintersaison vor mir, sodass ich sie nicht viel dabei unterstützen kann.
In zwei Aussprachen vor der Reise wird beschlossen dass wir die Hotels und den Eintritt in die Alhambra vorher per Internet fix buchen, mit Handgepäck verreisen und alles andere vor Ort erledigen. Gesagt – getan.
Am Freitag bringt uns Stefan mit dem Auto nach Villach, von dort geht es per Zug nach Wien zum Hauptbahnhof, die Koffer werden in ein Schließfach verstaut und weiter mit der U-Bahn bis zum Stephansplatz, nach einem kurzen Rundgang und Restaurant besuch geht´s zurück, holen die Koffer ab und weiter Richtung Flughafen zum Hotel Moxy, das man übrigens jedem wärmstens empfehlen kann.

   

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück, geht’s mit dem Trolly Richtung Flughafen, pünktlich um 11°° hebt die Maschine ab, in drei Stunden Flugzeit landen wir in Malaga bei 28°, aber es bleibt uns nicht viel Zeit, denn der Citybus steht schon bereit und es geht ab ins Hotel.
Schnell frisch machen, umziehen und auf –  in die Stadt. Zu Fuß starten wir auf die maurische Festungsanlage Alcazaba.

Die Stierarena liegt uns zu Füßen und der weite, herrliche Blick auf das Meer lässt uns für eine Weile innehalten…. so schön.

Nach einem Rundgang in der Kathedrale von Malaga werfen wir auch noch einen Blick in einem der schönen Innenhöfe.

    

Jetzt setzen wir uns in ein nettes Straßencafe und beobachten das rege Treiben der vielen Menschen. Am Nachhauseweg hält Christiane Ausschau nach „silbernen Schuhen“ die heuer ja voll im Trend liegen!
Ja, und heute geht es weiter nach Sevilla um halb neun sind wir in der Bus und Bahnstation. Leider ist der erste Bus nach Sevilla bereits ausgebucht! Kurzerhand entscheiden wir uns für ein Bahnticket für 14°°, die Koffer kommen in ein Schließfach und wir machen uns auf den Weg ins Stadtinnere. Werfen einen Blick in die Kirchen San Paulo und Santo Domingo und schlendern gemütlich weiter in den Gassen. Plötzlich versammeln sich immer größere Menschengruppen und auch die Polizei mit Motorrädern ist im Einsatz, erst jetzt erblicken wir eine Prozession. Im ersten Anblick sieht es aus als wären viele verschiedene Gruppen von dem Ku Klux Klan unterwegs, alle mit spitzen Hüten und langen Kutten bedeckt, in unterschiedlichen Farben, am Rücken mit dem Wappen von der jeweiligen Kirche.

   

     

Irgendwie wird es mir mulmig in der Magengegend, es folgt eine Blasmusikgruppe mit Musik, die einem in Mark und Bein geht. (So hatte ich jedenfalls das Gefühl)

     

Aber jetzt kommt erst der Höhepunkt,- etwa 30-40 Männer tragen eine riesige Heiligen Figur mit ca. 500 Kilo,  sowie wir sie von den prunkvollen Altären kennen, auf ihren Schultern und laut Einweisungen langsam und im Gleichschritt durch die engen Gassen. Musik, Menschen im Gewand und dann wieder eine prunkvolle Heiligenfigur von Männern getragen, die Schlange ist so lange, das wir gar nicht das Ende sehen.

      

    

Wie wir später von einer Einheimischen erfahren, werden solche großen Prozessionen nur am Karfreitag veranstaltet, dabei werden von jeder Kirche der Stadt, eine große heiligen Figur auf diese Bahre gestellt und mit viel Blumenschmuck dekoriert, wirklich prachtvoll. Jetzt heißt es für uns aber auf zum Bahnhof.
Um 16°° kommen wir in Sevilla an und finden auch schnell unser Hotel, dann schlendern wir noch ein wenig in der Stadt, essen eine Kleinigkeit und machen uns auf den Heimweg. Nach dem Frühstück kaufen wir unsere Bustickets für den nächsten Tag nach Granada. Jetzt geht’s mit dem Citybus in die Innenstadt, ein kurzer Blick auf die Universität,

und dann zum Placa de Espana.

    

Die wunderschönen, färbigen Mosaike außen und innen sind einzigartig und typisch für Sevilla,

  

     

weiter geht es in das Stadtviertel Santa Cruz zum prächtigen Hotel Alfonso XIII das auch ein Wahrzeichen von Sevilla ist.

    

     

Am General Archiv entlang, machen wir uns auf den Weg in die Kirche Iglesia del Salvador, wo wir noch einige geschmückte Statuen vorfinden.

Weil noch etwas Zeit ist, machen wir uns auf den Weg zum Metropol – Parasol, das neue Wahrzeichen von Sevilla hat eine Länge von 150 Metern, eine Breite von 70 Metern und eine Höhe von 26 Metern und gilt als größte Holzkonstruktion der Welt.

    

   

Dem Heimweg treten wir über den Plaza Neova an, ein wunderbarer Tag mit vielen Eindrücken.
Dienstagmorgen, gemütlich schlendern wir durch Trisana und staunen über die vielen Türeingänge mit den farbenfrohen Keramikfliesen,

     

    

     

auch ein Spaziergang durch den Markt geht sich zeitlich noch aus,

     

jetzt noch die Koffer abholen und es geht zum Busbahnhof, der Bus ist voll ausgebucht und wir starten.
Um 15°° sind wir im Busbahnhof in Granada, von dort sind es noch 7 Stationen bis zu unserem Hotel. An der Rezeption erhalten wie die Bescheinigung für unsere (lange vorbestellten)Tickets in die Alhambra, die Sehenswürdigkeit der Stadt.
Ab auf unser Zimmer, (das verdammt klein ist) dann machen wir uns auf den Weg um die Tickets zu holen. Mit dem nächsten Bus fahren wir auf den Albacin (St.Nikolas) eine kleine Stadt, von wo man einen wunderbaren Ausblick auf die Alhambra und die Stadt Granada hat.

     

Bei einem kurzen Rundgang in Albacin kehren wir in ein kleines Straßenrestaurant ein und genießen Tapas (Tapas sind kleine Häppchen, die man in Spanien meist zu Wein und Bier reicht). Dann steigen wir die endlosen Stufen hinab in das arabische Viertel und treten den Heimweg an.

    

Am nächsten Tag geht es mit dem Bus zur Trail Station wo wir unsere Karten für morgen besorgen. Zu Fuß zur Kathedrale, Mittagessen und zum Hotel. Um 17°° haben wir unseren Einlass in den Palast, keine Minute zu früh und keine Minute später, denn dann kommt man nicht mehr hinein. Die Karten sind schon Monate vorher ausgebucht. Um halb vier, besichtigen wir noch die Alcazaba einen Teil der Alhambra.

        

Punkt 17°° beginnt der Einlass in den Palast. Wahrhaftig….die Alhambra seit 1984 Weltkulturerbe, zählt heute zu den berühmtesten Bauwerken Spaniens. Ein Meisterwerk  aus Stein-, Marmor-,

    

und Holzarbeiten. Die Größe der Anlage beträgt 7 Hektar.

   

Brunnen, herrlichen Gartenanlagen in den Innenhöfen und die Aussicht ist einfach unbeschreiblich.

     

    

Zu guter Letzt noch einen Streifzug durch die Gerneralife (Garten und Parkanlagen) mit Rosen, Ranunkel, Buchshecken, Mohnblumen, Ulmen und vielen, vielen mehr.

       

   

    

Nach vier Stunden verlassen wir das Areal, unbeschreiblich schön und unvergesslich – die Alhambra. Schon Donnerstag – nochmal marschieren wir zu Fuß auf den Aussichtspunkt St.Nikolas wo wir unseren letzten Blick auf die Alhambra werfen. Jetzt noch die Koffer vom Hotel holen und weiter geht es mit dem Bus nach St.Anna und dort mit der Bahn nach Ronda. Unser Hotel ist groß und gemütlich! Jetzt erkunden wir noch den neuen Teil von Ronda.

    

    

Hinab geht´s in die Schlucht wo wir diese herrlichen Fotos knipsen.

    

Sagenhaft schön, dass muss man gesehen haben! Nach dem Aufstieg von der Schlucht, gönnen wir uns eine Pizza und Wein. Am nächsten Morgen erkunden wir gemütlich den alten Stadtteil von Ronda.

  

Nachmittag`s startet unser Bus in Richtung Jerez. Auf ins Hotel und schon starten wir in die nähere Umgebung. Als um 20:00 die Lokale öffnen, probieren wir uns durch die spanische Küche. Am Nachhauseweg genehmigen wir uns noch ein Gläschen Sherry zur besseren Verdauung. Mit einem leckeren Frühstück, beginnt der nächste Tag. Die Koffer bleiben im Hotel und wir stürzen uns in das Marktgeschehen von Jerez.

Nach Cafepause und shoppen, werden wir Zaungäste bei einer originalen spanischen Hochzeit, wirklich sehenswert. Vorbei an der Kathedrale von Jerez de la Frontera.

    

Auf geht´s zu einer Besichtigung in die Sherry- Weinkellerei „Tio Pepe“ mit Verkostung.

    

Wirklich sehr interessant und aufschlussreich für uns Laien. Nette Geschichten und wahre Begebenheiten werden uns erzählt…. wie etwa, das auch Mäuse gerne Sherry trinken und das sogar auf einer Leiter.

    

Am Abend genehmigen wir uns noch ein tolles Essen in einem ausgezeichneten Lokal in der Innenstadt.

    

Danach holen wir unser Gebäck und es geht in das letzte Hotel, zur Nähe des Flughafens. Christiane genehmigt sich an der Bar noch einen Abschieds Sherry, ich bin reif für die „Insel“.
Mit dem Taxi starten wir zum Flughafen und um 10:20 hebt unser Flugzeug in Richtung Heimat ab.
Am Flughafen in Wien, steigen wir in die U-Bahn zum Hauptbahnhof wo es um 16:25 mit dem Zug bis Villach weitergeht. Nach vier Stunden und zwanzig Minuten kommen wir an und Christianes Vater erwartet uns bereits,  sie bringen mich noch bis Hermagor, wo ich von meiner besseren Hälfte abgeholt werde.
Andalusien – mit seinen Sehenswürdigkeiten muss man einfach gesehen haben.
Insgesamt haben wir 114 Kilometer zu Fuß zurückgelegt, viel Schönes gesehen und wunderbare, unvergessliche Eindrücke von diesem Land erlebt.
Leider kann ich nicht jede Sehenswürdigkeit ins Detail beschreiben, denn dann würde dieser Bericht ins unendliche gehen!

Eure
gabi